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PSALM 55:5-22 in German

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PSALM 55:5-22 in Luther Bibel 1912

5 Furcht und Zittern ist mich angekommen, und Grauen hat mich überfallen.
6 Ich sprach: O hätte ich Flügel wie Tauben, da ich flöge und wo bliebe!
7 Siehe, so wollt ich ferne wegfliehen und in der Wüste bleiben. (Sela.)
8 Ich wollte eilen, daß ich entrönne vor dem Sturmwind und Wetter.
9 Mache ihre Zunge uneins, Herr, und laß sie untergehen; denn ich sehe Frevel und Hader in der Stadt.
10 Solches geht Tag und Nacht um und um auf ihren Mauern, und Mühe und Arbeit ist drinnen.
11 Schadentun regieret drinnen; Lügen und Trügen läßt nicht von ihrer Gasse.
12 Wenn mich doch mein Feind schändete, wollte ich's leiden; und wenn mein Hasser wider mich pochte, wollte ich mich vor ihm verbergen.
13 Du aber bist mein Geselle, mein Freund und mein Verwandter,
14 die wir freundlich miteinander waren unter uns; wir wandelten im Hause Gottes unter der Menge.
15 Der Tod übereile sie, daß sie lebendig in die Hölle fahren; denn es ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen.
16 Ich aber will zu Gott rufen, und der HERR wird mir helfen.
17 Des Abends, Morgens und Mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme hören.
18 Er erlöst meine Seele von denen, die an mich wollen, und schafft ihr Ruhe; denn ihrer viele sind wider mich.
19 Gott wird hören und sie demütigen, der allewege bleibt. (Sela.) Denn sie werden nicht anders und fürchten Gott nicht.
20 Sie legen ihre Hände an seine Friedsamen und entheiligen seinen Bund.
21 Ihr Mund ist glätter denn Butter, und sie haben Krieg im Sinn; ihre Worte sind gelinder denn Öl, und sind doch bloße Schwerter.
22 Wirf dein Anliegen auf den HERRN; der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.
PSALM 55 in Luther Bibel 1912

Psalmen 55:5-22 in Die Schlachter-Bibel 1951

5 (055-6) Furcht und Zittern kommt mich an, und Todesblässe bedeckt mich.
6 (055-7) Und ich sprach: O hätte ich doch Taubenflügel, daß ich davonfliegen und irgendwo bleiben könnte!
7 (055-8) Siehe, ich wollte weit weg fliehen, in der Wüste Aufenthalt nehmen;
8 (055-9) ich wollte zu meinem Zufluchtsort eilen vor dem sausenden Wind und Sturm. (Pause.)
9 (055-10) Verwirre sie, HERR, mach uneins ihre Zungen, denn ich sehe in der Stadt Gewalttätigkeit und Streit!
10 (055-11) Solches geht Tag und Nacht um auf ihren Mauern, und in ihrem Innern ist Unheil und Mühsal.
11 (055-12) Habgier herrscht in ihrer Mitte, und von ihrem Markt weichen nicht Erpressung und Betrug.
12 (055-13) Denn es ist nicht mein Feind, der mich schmäht (das könnte ich ertragen); nicht mein Hasser erhebt sich wider mich vor dem wollte ich mich verbergen;
13 (055-14) aber du bist es, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter!
14 (055-15) Wir haben einst zusammen süßen Umgang gepflogen, sind ins Gotteshaus gegangen unter der Menge.
15 (055-16) Der Tod überfalle sie! Mögen sie lebendig zur Unterwelt fahren! Denn Bosheit ist in ihren Wohnungen, in ihren Herzen.
16 (055-17) Ich aber rufe zu Gott, und der HERR wird mir helfen;
17 (055-18) abends, morgens und mittags will ich beten und ringen, so wird er meine Stimme hören.
18 (055-19) Er hat meine Seele erlöst und ihr Frieden verschafft vor denen, die mich bekriegten; denn ihrer viele sind gegen mich gewesen.
19 (055-20) Gott wird hören und ihnen antworten, er, der von alters her thront (Pause). Denn sie ändern sich nicht, und sie fürchten Gott nicht.
20 (055-21) Er hat seine Hand ausgestreckt gegen die, welche in Frieden mit ihm lebten; seinen Bund hat er entweiht.
21 (055-22) Seine Reden sind süß, aber Krieg hat er im Sinn. Seine Worte sind sanfter als Öl, aber doch gezückte Schwerter.
22 (055-23) Wirf dein Anliegen auf den HERRN, der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen!
Psalmen 55 in Die Schlachter-Bibel 1951

PSALM 55:5-22 in Darby Unrevidierte Elberfelder

5 Furcht und Zittern kamen mich an, und Schauder bedeckte mich.
6 Und ich sprach: O daß ich Flügel hätte wie die Taube! Ich wollte hinfliegen und ruhen.
7 Siehe, weithin entflöhe ich, würde weilen in der Wüste. (Sela.)
8 Ich wollte eilends entrinnen vor dem heftigen Winde, vor dem Sturme.
9 Vernichte, Herr, zerteile ihre Zunge! Denn Gewalttat und Hader habe ich in der Stadt gesehen.
10 Tag und Nacht machen sie die Runde um sie auf ihren Mauern; und Unheil und Mühsal sind in ihrer Mitte.
11 Schadentun ist in ihrer Mitte, und Bedrückung und Trug weichen nicht von ihrer Straße.
12 Denn nicht ein Feind ist es, der mich höhnt, sonst würde ich es ertragen; nicht mein Hasser ist es, der wider mich großgetan hat, sonst würde ich mich vor ihm verbergen;
13 sondern du, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter;
14 die wir trauten Umgang miteinander pflogen, ins Haus Gottes wandelten mit der Menge.
15 Der Tod überrasche sie, lebendig mögen sie hinabfahren in den Scheol! Denn Bosheiten sind in ihrer Wohnung, in ihrem Innern.
16 Ich aber, ich rufe zu Gott, und Jehova rettet mich.
17 Abends und morgens und mittags muß ich klagen und stöhnen, und er hört meine Stimme.
18 Er hat meine Seele in Frieden erlöst aus dem Kampfe wider mich; denn ihrer sind viele gegen mich gewesen.
19 Hören wird Gott und sie demütigen, er thront ja von alters her (Sela.); weil es keine Änderung bei ihnen gibt und sie Gott nicht fürchten.
20 Er hat seine Hände ausgestreckt gegen die, welche mit ihm in Frieden waren; seinen Bund hat er gebrochen.
21 Glatt sind die Milchworte seines Mundes, und Krieg ist sein Herz; geschmeidiger sind seine Worte als Öl, und sie sind gezogene Schwerter.
22 Wirf auf Jehova, was dir auferlegt ist, und er wird dich erhalten; er wird nimmermehr zulassen, daß der Gerechte wanke!
PSALM 55 in Darby Unrevidierte Elberfelder

Psalmen 55:5-22 in Textbibel von Kautzsch und Weizsäcker

5 Mein Herz windet sich in meinem Innern, und Todesschrecken haben mich befallen.
6 Furcht und Zittern kommt mich an, und Schauder bedeckt mich.
7 Da sprach ich: O, hätte ich Flügel, wie die Tauben, so wollte ich davonfliegen und irgendwo bleiben!
8 Ja, fernhin wollte ich schweben, wollte in der Wüste weilen. Sela.
9 Schleunig wollte ich entrinnen vor dem Toben der Windsbraut, vor dem Wetter!
10 Vernichte, Herr, zerteile ihre Zunge; denn ich sehe Gewaltthat und Hader in der Stadt.
11 Tag und Nacht umkreisen sie sie auf ihren Mauern, und Unheil und Mühsal ist in ihrem Innern.
12 Verderben ist in ihr, und Bedrückung und Trug weichen nicht von ihrem Markte.
13 Denn nicht ein Feind lästert mich - das wollte ich ertragen -, nicht einer, der mich haßt, thut groß wider mich - vor ihm wollte ich mich bergen -,
14 sondern du, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter,
15 die wir süße Gemeinschaft miteinander pflogen, im Hause Gottes unter der Volksmenge wandelten.
16 Der Tod überfalle sie; mögen sie lebendig in die Unterwelt hinabfahren! Denn Bosheit ist in ihren Wohnungen, in ihrem Herzen.
17 Ich will zu Gott rufen, und Jahwe wird mir helfen.
18 Abends und Morgens und Mittags will ich klagen und jammern, so wird er meine Stimme hören.
19 Er erlöst und versetzt mich in Frieden, daß sie nicht an mich können, denn gar viele waren wider mich.
20 Gott wird hören und wird ihnen antworten als der von Urzeit thront, Sela, bei denen es keinen Wechsel gab, und die Gott nicht fürchten.
21 Er legte Hand an die, die in Frieden mit ihm lebten, entweihte seinen Bund.
22 Glatt sind die Butterworte seines Mundes, und Krieg sein Herz. Seine Worte sind linder als Öl und sind doch gezückte Schwerter.
Psalmen 55 in Textbibel von Kautzsch und Weizsäcker